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| Caacupé
- Atyra - Tobatí [12/02] |
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Das sind alles drei Städte in der näheren Umgebung,
ca. bis 60 km von Asunción entfernt. Die erste Station war Caacupé.
Caacupé
ist Paraguays bekanntester Wallfahrtsort, deren Basilika 1988 von Papst
Johannes Paul II geweiht wurde. Die Spitze der Basilika sieht man schon
auf der Autopista, wenn man noch Kilometer weit entfernt ist. Sie steht
nämlich auf einem Hügel. Innendrin hat sie wunderschöne
Mosaikfenster. Besonders schön sind diese, wenn die Sonne draufscheint.
Ansonsten ist Caacupé ein schnuckeliges Touristen-Städtchen.
Das hätte ich gar nicht gedacht, dass es in Paraguay so etwas gibt.
Es gibt wie in Aregua auch viele Tonarbeiten, sogar Gartenzwerge und Pokemons.
Rund um eine kleine Kapelle im Ortszentrum kann man an jeder Ecke leere
Plastikflaschen kaufen - ich habe mich gefragt, warum. Bei der Hitze könnte
man schon ein paar Liter Wasser gebrauchen, und die verkaufen leere Flaschen??
Als wir dann an der Kapelle angekommen sind hat sich herrausgestellt,
dass dort ein Brunnen ist, aus dem alle Wasser in die Flaschen gefüllt
haben und sich gewaschen haben. Scheinbar "heiliges Wasser".
Wir haben dort so lange rumgetrietschelt, dass wir nach Hause fahren mussten,
denn es ist schon zu spät gewesen um weiter zu fahren.
Beim
nächsten Anlauf sind wir auf dem Weg nach Tobatí in Atyra
angekommen. Da wollten wir eigentlich gar nicht hin, aber da die Strassen
so schlecht beschildert sind haben wir das Glück gehabt dieses Städtchen
kennenzulernen. Wirklich eine Idylle! Jeder hat vor seinem Häuschen
Pflänzchen gepflanzt und alles ist wunderschön hergerichtet.
Das ist mal ein ganz anderes Bild, als das man es sonst sieht. Wir sind
da mit unserem Autochen rumgegurkt, auf einmal winkt uns eine Familie
zu, die ihren Tereré vor dem Haus getrunken hat (so machen das
alle - ein schattiges Plätzchen suchen, gemütlich Tereré
trinken und ratschen. Jede
Bewegung treibt einem sonst bei der Hitze sofort den Schweiss auf die
Stirn.). Unter der Motorhaube ist Rauch rausgekommen. Alle haben geschaut
und sofort hat der Papa seine Tochter losgeschickt um einen Mechaniker
zu holen. Sie hat dann ein paar abgeklappert und nach einer viertel Stunde
ist dann der Cousin gekommen - Ventilator kaputt. In der Zwischenzeit
hat uns die Familie fast ihr ganzes Leben erzählt und mir mit Stolz
ihren neuen Wurf Kätzchen präsentiert. Super gastfreundlich
sind die alle.
Nachdem der Ventilator wieder gelaufen ist, sind wir weiter
nach Tobatí. Bis wir auf die nächste Asphaltstrasse biegen
konnten, mussten wir erst eine 7 km lange Sandstrasse bewältigen.
Der Maruti macht's schon. Auf der Strecke sind links und rechts von der
Strasse Felshügel mit zum Teil recht skurilen Formen. In einen Fels
haben einheimische Künstler das wahrzeichen des Ortes hineingeschlagen,
drei Indioköpfe. Man
kann über eine Treppe auf den Fels gehen und oben eine sagenhaft
Aussicht über das weite Land geniessen. In Tobatí selbst findet
man eine herrliche Dorfstimmung vor. Leute, die unter den Bäumen
am Kirchplatz sitzen und sich ausruhen, Kühe und Pferde am Wegrand,
die in aller Ruhe grasen, Familien, die sich im Fluss tummel (mitsamt
ihren Ochsen!). Wir haben uns mitten am Nachmittag ein eisgekühltes
Bier gegönnt, es war im Auto einfach sooo heiss, daß dieses
eh sofort wieder verdampf ist und uns wieder auf den Heimweg gemacht.
Auf der Stecke hat eine Familie Tereré angeboten. Der erfrischt
so schön, also haben wir uns das mal angeschaut. Eine Tochter (von
den 9 Kindern) hat uns den Terere zubereitet, wir haben uns hingesetzt
und angefangen zu schlürfen. Erst ist der Vater neugierig geworden
und hat uns ein paar Fragen gestellt und am Schluss ist die ganze Familie
um uns rumgesessen und wir haben alle zusammen Tereré getrunken,
auch der kleinste Nachbarsjunge. Ein wunder- schöner Tag!
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| Der
paraguayische Chaco [01/03] |
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Unser
erster Ausflug in den südlichen Chaco, d.h. ca. 60km nach der Remanso
Brücke (Chacobrücke) war der volle Hit. Nach dieser Brücke
verändert sich das Bild schlagartig. Überall sieht man diese
ca. 20m hohen Coco-Palmen, rundherum nichts weiter als Gras. Das kommt
daher, dass der südliche Chaco ein Feuchtsavannengebiet ist. Nur
diese Palmen können dort überleben. Nicht die ganze Fläche
ist so dünn bewachsen. An anderen Stellen gibt es viele Bäume,
die von Kletterpflanzen umwachsen sind, oder sogar total überdacht
.
Die Tierwelt ist phantastisch! Riesige Fischreier und Aasgeier
sitzen auf dem Palmen, Bäumen oder auch im hohen Gras. Rinderherden
überqueren die Sandstrasse ohne grosse Eile. Auch
Pferdeherden gibt es. Ich wollte ja schon mal ein Krokodil oder eine Anakonda
sehen (am Besten nur aus dem sicheren Auto :-)), aber leider war das nicht.
Wir werden sicherlich noch öfter in den Chaco fahren,
dann werde ich auch diesen Bericht erweitern können.
Oktober 2004
Leider gibt es immer noch nichts Neues. Kein einziges mal waren wir seither
im Chaco.... Aber ich bleibe ganz Zuversichtlich!
Das Bild oben von dem Bullen stammt auch aus dem Chaco. Ein tolles Modell,
oder :-)?!
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| Die
Cataratas in Foz de Iguazú (Wasserfälle auf der brasilianischen
Seite) [10/02] [04/03] |
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Ein
tolles Naturschauspiel sind die Wasserfälle (span.: Cataratas) im
Nationalpark "Foz do Iguacu" in Brasilien. Die Anreise von Asuncion
im westen Paraguays nach dort ist relativ kurz. Es sind 320 km. Es sei
denn, man erwischt einen Busfahrer, der alle 20 km auf die Toilette muss
und einen wahnsinnigen Drang hat mit den zahlreichen Zollbeamten auf dem
Weg einen Ratsch zu halten. Wir haben für die Rückfahrt ganze
7 1/4 Stunden gebraucht!
Also zu den Wasserfällen gibt es
folgendes zu berichten:
Die Entstehung begann, als sich Südamerika von Afrika trennte. Das
war vor etwa 120 Millionen Jahren. Der Stein ist erkaltetes Lava und wurde
duch die Jahre geformt und mit einer wunderbaren Pflanzen- und Tierwelt
ausgestattet.
Die
Region wurde von Caiagangue Indianern (vom Tapi-Guarani Stamm) bewohnt.
Der Europäer Kapitän Nunez Cabeza de Vaca, ein Spanier, war
der Erste, der dorthin reiste. Er nannte die Wasserfälle "Santa
Maria Fälle" und alles nahm seinen Lauf. Die Indianer wurden
vertrieben oder versklavt und der Ort wurde zum Wallfahrtsort für
Jesuiten. Jedenfalls wurde der Iguacu-National-park 1939 gegründet.
Die Iguacu-Fälle bestehen aus 275
(!) Wasserfällen, die sich am Fluß Iguacu, zwischen Brasilien
und Argentinien befinden. Über 60 % sind sogar auf argentinischer
Seite - die werden wir uns nächstes Mal anschauen.
Wie schon geschrieben, gibt es außer
Wasser auch noch viele exotische Tiere. Es sitzen und fliegen überall
Schmetterlinge. Tausende! Und jeder sieht anders aus und sie haben wahrscheinlich
fast alle verschiedene Namen. Sie
müssen immer wieder ihre Flügel trocknen, da es rund um den
Wasserfall sehr feucht ist.
Wenn man Glück hat, sieht man auch mal eine Tukan im Baum sitzen
und Nasenbären auf dem Weg nach essen suchen. Die sind vielleicht
frech, die Nasenbären (span.:Coatí). Einer hat sich, ohne
dass ich es gemerkt habe, in meinen Rucksack verirrt und die Kekse rausgeklaut.
Phantastische Spinnweben sind zwischen den Bäumen gespannt. Ein richtiges
Kunstwerk. Und die Spinnen sehen auch phantastisch aus - solange sie nicht
auf mir rumkrabbeln...
Wir haben auch ettliche Leguane gesichtet. Die sind direkt am Wegrand
gesessen - man hat sie auf den ersten Blick gar nicht gesehen. Der Grösste
war ca. 1,20 m lang!
April 2003
Ich war nun das zweite Mal an den Wasserfällen
- mit meiner Mam. Sie war genauso beeindruckt, wie ich auch das erste
Mal. Auf dem Nachhauseweg mit dem Bus haben wir den legendären Vogelpark
"Parque das Aves" gesichtet und sind sofort aus dem Bus gesprungen.
Wir haben unser ganzes Geld zusammenkratzen müssen, da sie dort keine
Guaranies annehmen. Das
hat sich aber wirklich gelohnt! Das einzige Ärgernis war, dass die
Batterie von der Kamara gerade noch zwei Bilder zugelassen hat.
Die haben da dort natürlich auch gräßlich kleine Käfige,
aber der Großteil der Papageien, Tukane und Straussen und was da
sonst noch ist, haben richtig grosse überzäunte Paradiese mit
Teich und so weiter wo man durchgehen kann. Die Vögel lassen sich
teilweise sogar kraulen! In einem grossen Papageienkäfig war so ein
blau-gelber Papagei, der war allerdings nicht so angetan von den ganzen
Touris die da ein und aus gehen. Der hat eine Amerikaner, der ein Foto
erhaschen wollte, im Flug beinahe "umgeflogen"!
Im
Gegensatz zu diesem Aufenthalt haben wir nicht in Foz übernachtet
(das war mir zu gefährlich, da wir nur zwei Mädels waren) sondern
in Ciudad del Este, auf der paraguayischen Seite. Also wer einmal diese
Tour zu den Wasserfällen machen will - bitte nicht in Ciudad del
Este übernachten! Das ist ja noch viel gruseliger als auf der brasilianischen
Seite in Foz. Dort floriert der Handel mit Schmuggelware, es sind sämtliche
Nationalitäten dort vertreten um das grosse Geld zu machen. Die Stadt
ist superschmutzig und zumindest im Zentrum kreucht und fleucht es nur
so von Prostituierten und sonstigen Gaunern - zumindest sieht es so aus.
Die Erfahrung eines Überfalls ist uns zum Glück erspart geblieben.
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| Corrientes
(Argentinien) - Die Stadt der Mauern [04/04] |
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Die
Fahrt geht los. Wir fahren mit dem Bus (el Pulqui) über die argentinische
Grenze, welche etwa 20 km von der paraguayischen Hauptstadt Asunción
entfernt liegt. Das war die erste Reise nach Argentinien und ich ahnte
schon beim Abfahren, dass dort etwas auf uns zukommen wird. Und zwar habe
ich kein "Certificado de returno", welches ein Ausländer
mit paraguayischer Aufenthaltsgenehmigung haben muss. Es war halb so schlimm,
ich musste zwar Strafe zahlen, aber da auch die Zöllner nicht vor
Korruption halt machen, bin ich mit einem kleinen Entgelt davon gekommen
;-)
Die Fahrt geht nun über Clorinda, welches eine kleine
Grenzstadt auf argentinischer Seite ist. Bis zur nächsten kleinen
Stadt, Formosa, ein kleines Provinzstädtchen in der Provinz gleichen
Namens, sind es ca. 100 km. Dazwischen nur Palmen und Rinder.... So weites
Land! Und
kein Häuschen in Sicht. Formosa haben wir nur vom Busbahnhof gesehen.
Der Busbahnhof liegt ziemlich weit vom Zentrum weg, sodass wir nur durch
diesen Vorort gefahren sind und ziemlich verkommene kleine Häuser
zu sehen bekamen. Nach Formosa wieder ca. 150 km weites Land. Der argentinische
Chaco. Kein Haus in Sicht. Nur Palmen und Rinder... Die glücklichen
Rindviecher hier sind wirklich zu beneiden! Wenn das die deutschen Mastkühe
sehen würden. Kein Stall, kein Lärm, keine Abgase.
Jetzt kommt man nach Resistencia. Die Stadt liegt noch vor dem grossen
Río Paraná.
Über eine riesige Brücke, die etwa 2 km lang sein
muss und einen prächtigen Ausblick über den Río Paraná
liefert, kommt man nach Corrientes - die Stadt der Mauern. Der Name kommt
daher, da auf 9 verschiedene grosse Mauern Bildnisse eingemeisselt und
bemalt wurden. Die
Bilder handeln von der Geschichte, wie die Region von den Europäern
bekämpft wurde. Darauf sind poetische Zeilen zu lesen wie: "Wird
die Stimme wiederkehren, der verirrte Lockruf der Stille in dem dunklen
Labyrinth des Lärmes?" oder "Lateinamerika beginnt
in Corrientes. Wir sind die Prophezeiung und der Ursprung." Wirklich
eine Bereicherung. Immer wieder trifft man auf diese schönen Mauern.
Ausser den Mauern gibt es eine sehr schön gepflegte
Uferpromenade. Viele Restaurants mit einem tollen Ausblick über den
Fluss, ein Casino, ein kleiner Zoo. Dann gibt es noch eine tolle Fussgängerzone.
Soetwas gibt es hier in Paraguay gar nicht. Hier gibt es eher grosse Shoppingzentren
mit Klimaanlage, aber das Zentrum z.B. von Asuncion oder Ciudad del Este
ist eher ein Chaos mit viel Verkehr und die Geschäfte sind in der
ganzen Stadt verteilt.
Das war also Corrientes. Ein kleiner Ausflug - aber immerhin
:-)
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| Costa
Azul am Río Paraguay [12/04] |
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Endlich mal wieder haben wir einen kleinen Weihnachtsausflug
gemacht :-))) Wir sind in das nur ein paar Kilometer entfernte Limpio
an den Río Paraguay gefahren. Genauer heisst dieser Landstrich
'Costa Azul'. Wenn man aus Asuncion kommt, fährt man auf der Ruta
Transchaco einfach an der Abzweigung, wo es über die Remansobrücke
in den niederen Chaco und nach Argentinien geht, geradeaus nach Limpio
weiter. Kurz vor der Stadt biegt man an einer Texaco Tankstelle links
ab. Man fährt die Empedrada (Pflastersteinstrasse) bis zum Ende durch.
Das sind ein paar Kilometer schöne Gegend. Man fährt an einem
Poloclub vorbei und an der Villa eines brasilianischen Topmodels mit riesigem
Garten. Die Pflasterstrasse ist dann zuende, aber man kann am Fluss entlang
auf einem Sandweg noch ein Stück weiter fahren.
Die
Costa Azul liegt nicht am Hauptfluss, sondern an einem Arm, der durch
eine längliche Insel vom Fluss getrennt wird. Somit ist das Wasser
dort nicht ganz so reissend und man kann noch einigermassen ein Ruderboot
manövrieren. Und genau das haben wir auch getan. Der Bootsverleih
sieht zwar nicht gerade so vertrauenswürdig aus... Die fünf
angebundenen Boote stehen halb unter Wasser, eines war sogar schon ganz
abgesoffen, sodass nur noch der Rumpf aus dem Wasser gelugt hat. Der Vermieter
hat uns aber gleich versichert, dass das in den Booten stehende Wasser
noch vom letzten Regen ist.
Alles klar; das Wasser wurde rausgeschöpft, ein paar
Better zum drausetzen reingelegt und die Ruder angebracht - los geht's!
Wir
sind dann Flussabwärts gerudert und haben die nächste Abzweigung
in einen noch kleineren Seitenarm angepeilt. Dort ist das Wasser noch
ruhiger geworden und die Idylle war wunderbar. Das Ufer ist, wie fast
überall, ganz wild bewachsen. Mittendrin findet man immer mal wieder
ein paar grasende Kühe, die bis zum Bauch im Wasser stehen, Fischreiher
und auch Raubvögel, die über den Bäumen kreisen. Ein
Fischreiher hat uns ein Schauspiel geliefert; als ob er gemerkt hätte,
dass wir ihn beobachten. Blitzschnell ist er wieder und wieder auf die
Wasseroberfläche geprescht und hat sich einen Leckerbissen nach dem
anderen rausgefischt.
Laut den Aussagen unserer Freunde, die uns begleitet haben,
finden Angler in diesen dicht bewachsenen Gebieten immer wieder Leichen.
Erst vor Kurzem wurde in dieser Gegend ein entführtes und ermordetes
Kind abgeladen... Keine schöne Vorstellung!
Nachdem
wir wieder angelegt hatten, haben wir ein schönes kühles Bierchen
(die Mannen) bzw. einen schönen kühlen Sidra (die Damen) genossen.
Mit dem Ausblick auf einen angelegten Viehtransporter. Diese Familien
leben auf dem Boot. Fahren die Río rauf und runter, um die Chacorinder
in der Stadt zu bringen. Auf
dem Bild sieht man das Boot nicht komplett; es hat noch einen extra Anhänger,
der genau so gross ist, wie das Ziehschiff. Gruselig - dieser Anhänger
schaut aus wie ein Gefangenentransporter. Ist es ja im Prinzip auch.
Früher, noch vor ein paar Jahren, war diese Costa Azul
noch schön hergerichtet. Mit Sandstrand dort wo z.B. der Fischer
sitzt. Leider spürt man auch hier (wie auch in San Bernadino am Ypacarai-See),
dass es dem Land nicht mehr so rosig geht, wie in früheren Zeiten.
Aber wo es bergab geht, geht es auch wieder bergauf!
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| Mbatovi,
Cerro Pero und Cerro Yaguaron [04/06] |
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Ein
Anlass, mal wieder ein paar Ausflüge zu machen, war der Besuch meiner
Mam. Und zwar haben wir diesmal auf zwei Anläufe den Cerro Yaguaron,
Cerro Porteño und einen Naturschutzpark in Mbatovi angepeilt. Zuerst
der Ausflug nach Yaguaron, wo der gleichnamige Berg liegt, was die kürzere
Fahrt ist von Asunción aus. Es sind etwa 50 km auf der Ruta 1,
also eine gute Stunde Autofahrt, zumindest mit meinem kleinen Suzuki Maruti
:-)
Der
Cerro Yaguaron ist eine etwa 300 Meter hohe felsige Erhebung, die man
ohne Problem besteigen kann und von oben eine prächtige Aussicht
auf die Landschaft und die umliegenden Täler von Pirayú, Itá,
Paraguarí und Carapeguá hat.
Ausserdem hat der steinige Hügel auch historischen
Wert, denn der heilige Thomas hat dort seinen Fussabdruck im Felsen hinterlassen,
als er auf dem Weg nach Paraguarí den Berg überwandert hat.
Die Leute glauben hier auch, dass man, wenn man seinen Fuss in den Abdruck
stellt, hat man während des ganzen Jahres Glück und gute Aussichten,
dass die grosse Liebe einen Heiratsantrag nicht ablehnt.
Der
nächste Ausflug war ein kleines Aktion-Abenteuer und für hiesige
Verhältnisse ein sehr gut organisiertes Unternehmen. Die Firma, die
diesen Ausflug organisiert, findet man hier.
Mbatovi liegt etwa 70 km von Asuncion entfernt, die Ruta 1 nehmend, und
in Paraguari nach Piribebuy abzweigend. Diese Strasse ist superidyllisch,
sieht fast aus wie im Mangfalltal. Eine wunderschöne Gegend mit dem
vielen satten grün und den ganzen Hügeln, die wie von Hand aufgeschichtet
aussehen.
Die Tour geht jedenfalls los mit einer Belehrung, es sei
alles Risiko des Teilnehmers, wenn er von wilden Tieren gebissen wird
oder bei einer Aktivität tödlich verunglückt. Der Park
ist Privatbesitz. Für meine Mam war das etwas entmutigend und beängstigend,
aber sie ist ja hart im Nehmen. Ich
habe mich davon nicht betüdeln lassen, ist ja klar, die Leut wollen
sich ja auch irgendwie absichern... Ich muss auch noch erwähnen,
dass meine Mutter eher ein unsportlicher, aber dennoch fitter Typ ist
und ich ungemein stolz auf sie bin, dass sie die Tour mitgemacht hat!
So, nach der Belehrung, die jeder unterschreiben musste, hat jeder die
Kletterausrüstung angelegt bekommen und los geht's.
Ein
idyllischer Pfad führt durch den Wald, entlang an einem kleinen Bergbach,
bis wir zum ersten "Hindernis" gelangen. Und zwar ist das ein
Schwebeseil, wobei man oben an der Leine angehängt wird und auf der
unteren läuft. Weiter geht es mit verschiedenen Hängebrücken,
wo ich leider überall nicht knipsen konnte, weil es so geschaukelt
hat. Aber von unten habe ich ein kleines Brückchen aufgenommen.
Weiter ging es jetzt mit einem akrobatischen Akt, über
ein Tal schwebend. Das war recht schön, schade, dass es es so schnell
vorbei war, hätte ruhig noch ein paar Meter länger sein können.
Der
da mittendrin am Seil hängt, das bin übrigens ich.
Die letzte Station war die aufregendste, wir haben uns von
einer 25 Meter hohen Felswand abseilen müssen. War aber am Ende supergut
und hat Lust auf mehr gemacht.
Nach
diesem schönen Sonntagsausflug gab's Fruchtsalat aus der "berühmten"
Fruteria in Paraguari, was gleichzeitig mit ein paar Empanadas zum Kraftschöpfen,
ein Zwischenstopp war, bevor wir den Cerro Pero, den Aussichtshügel
in Paraguari bestiegen sind. Die tolle Aussicht ist auf dem untersten
Foto zu sehen. Man sieht unter anderem die Stadt Paraguari von oben.
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